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    Die Geschichte des TC Bad Schönborn ab 1974

    Bereits im Jahre 1973 warb Josef Bohner bei Freunden, Bekannten und Sportlern aus Bad Schönborn und Umgebung für die Idee zur Gründung eines Tennisclubs in Bad Schönborn.

    Bei diesen Gesprächen konnte zwar überwiegend großes Interesse für den Tennissport festgestellt werden, die Bereitschaft zur Mitarbeit in einer die Gründung vorbereitenden Organisation war jedoch zunächst nicht sehr ausgeprägt. Der Entschluss des Architekten Alfred Fank, in der Nähe des Bahnhofs Langenbrücken zwei Tennisplätze zu bauen, löste im Frühjahr 1974 durch Hans-Fried Mader und Reinhard Stemmer eine zweite Initiative zur Gründung eines Tennisclubs aus. Durch Aufruf im Gemeindeblatt wurde für den 8. Juni 1974 im Clubhaus des TSV Langenbrücken eine erste Versammlung aller Interessierten angesetzt. Der Einladung folgten 30 Personen aus Bad Schönborn und Kronau von denen 13 Herren bereit waren, die Gründung eines Tennisclubs tatkräftig zu unterstützen. Aus diesem Kreis erklärten sich die Herren Josef Bohner, Gerhard Jonitz, Günter Leitzbach, Hans-Fried Mader, Ludwig Müller, Walter Schaufelberger und Reinhard Stemmer bereit, umgehend eine Vereinssatzung auszuarbeiten.

    Nachdem die Satzung Ende Juni 1974 ausgearbeitet war, wurde die Gründungsversammlung auf den 2. Juli 1974 in das Gasthaus zum Ochsen im Ortsteil Langenbrücken einberufen. Zur Gründungsversammlung unter Leitung von Josef Bohner erschienen erfreulicherweise 52 Personen. Damit fand die Idee der Gründung eines Tennisclubs eine kaum zu erwartende Resonanz. Nach Bekanntgabe und Diskussion des Satzungsentwurfs mit einer Beitrags- / Platzordnung und Entgegennahme der Beitrittserklärungen wurde von der Gründungsversammlung die erste Vorstandschaft gewählt.

    Es waren:

    Günter Leitzbach (1. Vorsitzender) bis 6. März 1975, Dr. Alfred Weckesser (1. Vorsitzender) ab 6. März 1975

    Josef Bohner (2. Vorsitzender), Helmut Kramer (Schatzmeister), Hans-Fried Mader (Sportwart), Walter Schaufelberger (Schriftführer), Gerhard Jonitz (Jugend- und Pressewart), Dr. Alfred Weckesser (Beisitzer) bis 6. März 1975; Ludwig Müller (Beisitzer), Reinhard Stemmer (Beisitzer).

    Anschließend wurde die Vereinssatzung mit zugehöriger Beitrags- und Platzordnung einstimmig beschlossen. Damit war der Tennisclub Bad Schönborn gegründet. Nach der 1971 vollzogenen Fusion der Gemeinden Bad Langenbrücken und Bad Mingolsheim zur Gemeinde Bad Schönborn war der Tennisclub nunmehr der zweite Bad Schönborner Verein, der beide Ortsteile verbindend den Namen der Gesamtgemeinde trug.

    In der Gründungsversammlung wurde dann außerdem der Beschluss gefasst, alle bis zum 15. September 1974 beitretenden Personen als Gründungsmitglieder zu führen. Dadurch erhöhte sich die Zahl der Gründungsmitglieder auf 84.

    Von diesen Gründungsmitgliedern sind bis heute noch sehr viele Damen und Herren unserem Tennisclub treu geblieben.

    Die Vorstandschaft unter Leitung des 1. Vorsitzenden Dr. Alfred Weckesser hatte sich von Anfang an entschieden, in den ersten Jahren die ganze Kraft der Vereinsarbeit auf die Schaffung einer eigenen Tennisanlage zu konzentrieren, ohne allerdings die sportliche Entwicklung des insbesondere durch Mannschaften zu repräsentierenden Spielbetriebs zu vernachlässigen. Bereits in der Vorstandssitzung am 17. Dezember 1974 wurde der richtungsweisende Beschluss gefasst, innerhalb von 5 Jahren 6 Freiplätze mit einem Clubhaus und unmittelbar anschließend eine vereinseigene 2-Feld-Tennishalle zu bauen.

    Oberste Priorität galt zunächst der Suche eines geeigneten Standortes für den Bau einer Tennisanlage. Nach umfangreichen Überlegungen wurde als ideales Gelände das 1,2 ha große Grundstück der katholischen Kirchengemeinde St. Lambertus Mingolsheim angesehen, das sich direkt an der Gemarkungsgrenze zwischen beiden Ortsteilen befand. Dieses Gelände hatte neben der zentralen Lage noch den großen Vorteil, dass Verhandlungen nur mit einem Eigentümer zu führen waren. Verhandlungspartner für die Gespräche zwecks Pachtung dieses Grundstücks war von Januar bis Mai 1975 die Pfälzische Katholische Kirchenschaffnei Heidelberg als Vertreterin der Pfarrgemeinde Mingolsheim. Parallel zu den Grundstücksverhandlungen wurden mit der Gemeindeverwaltung und wegen des laufenden Verfahrens zur Flurbereinigung mit dem Amt für Flurneuordnung und Landentwicklung Sinsheim entsprechende Gespräche zwecks Genehmigung zum Bau der Tennisanlage geführt. Nach positivem Abschluss aller Verhandlungen und Erteilung der Baugenehmigung konnte der Startschuss für das Bauvorhaben gegeben werden.

    Schon damals wurde von uns die Lage des Tennisgeländes als ideales Bindeglied und Vorreiter für das Zusammenwachsen beider Ortsteile gesehen. Diese Weitsicht des Tennisclubs hat heute die Gemeinde Bad Schönborn durch den Bau der zentralen Hauptschule gegenüber unserer Tennisanlage bestätigt. Außerdem stellt die Gemeinde gegenwärtig im Benehmen mit den Sportvereinen Überlegungen an, im Süden unseres Tennisgeländes eine Großsportanlage zu errichten.

    Beim Aufbau unserer Tennisanlage wurde viel Eigenarbeit seitens der Mitglieder geleistet. Gleichfalls haben mehrere Firmen mit Materialspenden und Leistungen ohne Berechnung bzw. zum Selbstkostenpreis zur Einsparung von Kosten einen wesentlichen Beitrag geleistet. Die Realisierung erfolgte kontinuierlich in folgenden Zeitabschnitten :



    1975 / 76 Bau von vier Freiplätzen

    Die offizielle Einweihung war rechtzeitig zur Aufnahme des Spielbetriebs am 08. Mai 1976

    1976 / 77 Bau des Clubhauses

    Die Einweihung erfolgte am 29. April 1977

    1977 Bau von zwei weiteren Freiplätzen

    Die Freigabe für den Spielbetrieb war am 15. Juni 1977

    1977 Bau einer Zwei-Feld-Tennishalle



    Der Spielbetrieb konnte fast rechtzeitig zu Beginn der Wintersaison am 29.Oktober 1977 aufgenommen werden.

    Besonders hervorzuheben ist, daß bereits

    - 1 Jahr und 10 Monate nach der Gründung des Clubs der Spielbetrieb auf 4 eigenen Freiplätzen aufgenommen wurde

    - 3 Jahre und 4 Monate nach der Gründungsversammlung unsere Tennisanlage mit 6 Freiplätzen, Clubhaus mit Umkleideräumen und sanitären Anlagen, Tennishalle und Außenanlage mit Parkplätzen und Grünflächen fertiggestellt war

    Es war viel Überzeugungsarbeit erforderlich, um in zum Teil turbulenten Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen die notwendigen Entscheidungen zum Bau der Anlage und zur Finanzierung derselben zu treffen. Nicht zu vergessen sind auch die zum Teil schwierigen Besprechungen mit Behörden und sportlichen Gremien bezüglich Umsetzung der Beschlüsse und Finanzierung der Anlage.

    Viele Sportvereine und benachbarte Tennisclubs bewunderten unsere in einer relativ kurzen Bauzeit realisierte Tennisanlage. Auch die zum Teil bisher noch nie praktizierten Wege zur Finanzierung der Anlage fanden - nicht nur beim Badischen Sportbund - große Beachtung.

    Durch den neugegründeten Club wurden umgehend die von Herrn Fank mittlerweile fertiggestellten zwei Freiplätze für 1974 und 1975 angemietet, so dass bereits im Juli 1974 der Spielbetrieb aufgenommen werden konnte. An den Wettkampfspielen (Medenspielen) des Badischen Tennisverbandes nahm der Club bereits im Jahre 1975 mit einer Herrenmannschaft teil.

    Für die Positionen 1 - 5 waren gemeldet :

    Karl-Heinz Gander, Erwin Stemmer, Heribert Rech, Hans-Fried Mader und Karl Eyermann.

    Als 6. Spieler wurden abwechselnd eingesetzt :

    Horst Duwald, Karl Fihn, Rolf Hess, Gerhard Jonitz und Thomas Müller.