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    Kooperation

    Projekt des TC Bad Schönborn im Rahmen der Kooperation Schule-VereinMit einer Tennis-Arbeitsgemeinschaft im Rahmen der Kooperation Schule - Verein riefen der Tennisclub Bad Schönborn (TC) und die Michael-Ende-Schule Bad Schönborn (MES) ein Gemeinschaftsprojekt ins Leben. Im Oktober 2004 konzipierten TC-Jugendwart Gerd Faulhaber, der damalige TC-Trainer Sasa Dosek und MES-Rektor Werner Köhler die Kooperationsmaßnahme im Detail. Sie läuft seither in jedem Schuljahr mit großem Erfolg.
    Um allen Kindern im angemessenen Maße den Einstieg ins Tennisspiel zu ermöglichen und um die Gruppengröße im vertretbaren Rahmen zu halten, entschlossen sich die Organisatoren zu folgender Lösung. Die Kinder werden in maximal 6er-Gruppen eingeteilt, wobei möglichst der Klassenverband berücksichtigt wird. Jede Gruppe wird über eine Zeitspanne von 10 Wochen einmal wöchentlich unter Anleitung des Vereinstrainers in der vereinseigenen Tennishalle auf spielerische Art und Weise an den Tennissport herangeführt.
    Mit dieser großzügigen Planung konnte sichergestellt werden, dass dieser Einstieg für die Kinder wesentlich mehr ist als nur eine kurze Berührung mit dem Tennissport. Vielmehr können in einem 10-wöchigen Kurs nicht nur wichtige Grundlagen für das Tennisspiel gelegt werden, sondern auch jene Freude vermittelt werden, die nötig ist, um die nötige Motivation für eine Weiterführung aufzubauen.
    Der erhebliche Finanzierungsaufwand für diese Kooperation kann über den Förderbeitrag des Badischen Sportbundes von 360 € allein bei weitem nicht gedeckt werden. Neben einem kleinen Eigenanteil der Eltern in Höhe von 20 € pro Zehnwochenkurs wird der nicht unerhebliche Restbetrag über den Jugendetat des Tennisclubs finanziert.
    Die personellen und sachlichen Ressourcen des Vereins sind weitere, wichtige Voraussetzungen für das Gelingen eines solchen Vorhabens. Mit dem derzeitigen Trainer Rychard Karol verfügt der TC Bad Schönborn über einen Experten mit hervorragenden Kompetenzen im fachlichen und pädagogischen Bereich. Zum einen versteht er gerade auch den Umgang mit den Jüngsten ausgezeichnet, zum anderen verfügt er über ein fundiertes methodisches Repertoire für das „Handling“ von größeren Gruppen.
    Im Übrigen ist der TC mit Kleinfeld-Netzen, Kinderschlägern, Bällen usw. so gut ausgestattet, dass alle nötigen Trainingsgeräte zur Verfügung gestellt werden können.
    Der Nutzen des Projekts ist für beide Kooperationspartner beträchtlich. Rektor Werner Köhler betrachtet die Arbeitsgemeinschaft als regelmäßige, weitere Sportstunde.
    Der TC seinerseits sieht in der Gewinnung von Jugendlichen seine Hauptzielsetzung. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Ziele, z.B.
    • Jugendliche für den Tennissport begeistern
    • Frühzeitige Sichtung von Talenten
    • Rechtzeitige Positionierung des Vereins als kompetenter Ansprechpartner im Zusammenhang mit der Einführung von Ganztagsschulen bzw. Ganztagsunterricht
    • Aufwertung des Vereinsimages in der Öffentlichkeit usw.
    Die Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zeigen jedoch, dass es bei den teilnehmenden Kindern bzw. den Eltern alles andere als einen Automatismus zwischen Teilnahme an den Kursen und Vereinseintritt gibt. Es besteht nämlich durchaus die Gefahr, dass diese günstigen Angebote einfach „mitgenommen“ werden. Deshalb bedarf es weiterer Maßnahmen seitens des Vereins.
    So organisieren Jugendwart und Trainer nach jedem Kurs einen Elternabend. Zu diesem Anlass präsentiert sich der TC den Eltern, insbesondere wird ihnen aufgezeigt, welche Entwicklungsmöglichkeiten ihre Kinder im Falle eines Vereineintritts haben.
    Für Eltern bzw. Kinder, die sich danach immer noch nicht entscheiden können, bietet der TC einen 5-stündigen Schnupperkurs in einer Kleingruppe mit 3 – 4 Kindern an. Dies bringt den Vorteil, dass Eltern und Kinder das unmittelbare Umfeld des Vereins noch näher kennenlernen und die Hemmschwelle, überhaupt einmal den Verein zu besuchen, entscheidend herabgesetzt wird.
    Falls diese Bedingungen erfüllt sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Schnupperkurs´ler auch in den Verein eintreten.
    Durch ähnliche Konzepte gelang es in den letzten Jahren, die Zahl der teilnehmenden Kinder am Jugendtraining des Vereins deutlich zu erhöhen.